Was ist zu tun?

 

 

Das heutige Kirchenschiff der Stadtkirche Herborn wurde 1598 – 1609 errichtet. Das Dachtragwerk ist als Pfettendach mit einfach stehendem Stuhl und über der Kehlbalkenlage mit zweifach liegendem Stuhl ausgebildet. Der Kircheninnenraum wird von einer hölzernen verputzen Flachdecke überspannt , die auf den zwei mächtigen Längsunterzügen aufliegt.
Die Holzkonstruktion ist in vielen Bereichen noch in der Originalkonstruktion erhalten.

 

An dem historischen Holztragwerk der Dach- und Deckenkonstruktion sind umfangreiche Schäden vorhanden. Diese resultieren aus Feuchtigkeit, die über lange Zeiträume -in manchen Bereichen schon vor vielen Jahren- in die Konstruktion eingedrungen ist. Teilweise sind Holzbauteile komplett zerstört, so dass die Lastabtragung nicht ausreichend gesichert ist.

 

Die größten Schäden befinden sind an den Auflagerpunkten der verputzen Querunterzüge, die vom Kircheninnenraum sichtbar sind. An der Nordseite sind mehr als die Hälfte der Auflager der Querunterzüge geschädigt.
Bei diesen Bauteilen muss eine sehr sorgfältige zimmermannmäßige Instandsetzung erfolgen. Da dies nicht ohne Eingriffe in die Deckenfläche möglich ist, sind auch im Kircheninnenraum umfangreiche Schutzmaßnahmen wie ein komplettes Innengerüst und das staubdichte Einhausen der Orgel erforderlich.

 

Mit den Arbeiten zur Instandsetzung wird an den Fußpunkten der Südseite begonnen, anschließend wird die aufgehende Konstruktion der Südseite bearbeitet.

 

Je nach Umfang der Schäden beginnt dann die Instandsetzung der Nordseite zum Ende dieses Jahres oder Anfang 2022.